Nachhaltige Mobilität

Mobilität und Erreichbarkeit sind zentrale Voraussetzungen für Teilhabe, wirtschaftlichen Austausch, Beschäftigung und Wohlstand in unserer Gesellschaft. Gleichzeitig ist das derzeitige Verkehrssystem jedoch durch starke Umweltbelastungen gekennzeichnet.
Mit der Zunahme der Verkehrsleistung hat sich der Energieverbrauch des Verkehrs in Deutschland seit 1960 mehr als verdreifacht. Aktuell verursacht der Verkehr rund ein Fünftel der Gesamt-Treibhausgasemissionen in Deutschland. 
Wie lässt sich aber die Mobilität von Personen und Gütern erhalten und sichern, ohne dass der Verkehr langfristig Mensch und Umwelt übermäßig belastet? Diese Frage steht im Zentrum einer nachhaltigen Mobilität.

Wir setzen uns mit diesen Fragen auseinander und arbeiten gemeinsam mit Gleichgesinnten an Vorschlägen und Lösungen.

Gemeinsam mit unterschiedlichen Gruppen und Bürgern und der Verwaltung arbeiten wir an einem neuen Mobilitätskonzept für Lüdenscheid.

Im Rahmen der Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung haben wir uns konstruktiv eingebracht. Ein Mobilitätskonzept wurde im Rat der Stadt Lüdenscheid verabschiedet.

Die Frage ist und bleibt: Was wird tatsächlich und vor allem auch wann umgesetzt?

Bericht über „Tour de Natur“

Die 34. Tour de Natur kommt erstmalig nach Lüdenscheid,
so heißt es in der offiziellen Pressemitteilung der Fahrradaktivisten.

Und weiter:
„Vorfahrt für Klimaschutz!“, fordern die rund 100 Teilnehmer:innen der Fahrrademonstration auf ihrem Weg von Willingen nach Liège Von Sa. 26. Juli bis So. 10. August sind die rund 100 Radfahrenden unterwegs – von Willingen über Brilon nach Arnsberg. Anschließend geht es weiter nach Menden und Lüdenscheid bis Wuppertal. Von dort aus Radeln die Teilnehmenden über Mönchengladbach und Erkelenz nach Aachen. Nach einem Abstecher zum Atomkraftwerk Tihange endet die diesjährige Tour in Liège. Die Tour de Natur ist 1991 aus dem Widerstand gegen die „Thüringer-Wald-Autobahn“ entstanden. Unter dem Motto „Aktiv – umweltbewegt – unaufhaltsam“ engagieren sich die Radelnden mit der Tour de Natur für den Schutz der Umwelt. 2025 radelt die Tour de Natur zum ersten Mal durch das Sauerland und freut sich auf herausfordernde Anstiege und die Möglichkeit, gute Ideen von Ort zu Ort zu tragen. In diesem Jahr stehender Lebensraum Wald und die Reaktivierung stillgelegter Bahntrassen im Fokus. Besondere Aufmerksamkeit gilt auch dem Thema „Kein Rücktritt vom Atomausstieg“. Die Tour de Natur setzt sich für eine Stärkung der klimafreundlichen Fahrrad-Mobilität und besonders für mehr Sicherheit im Radverkehr ein. Gerade in ländlichen Regionen entstehen die schönsten Radwege für den Freizeitbedarf, aber es fehlt an sicheren Wegen für die alltägliche Nutzung des Fahrrads zu Job, Schule und Einkauf. Für eine klimafreundliche Mobilität sind sichere und klimafreundliche Alternativen zum Auto unabdingbar.

Am Dienstag, den 29.07.2025, trafen die rund 120 Teilnehmenden der Tour de Natur nachmittags auf der Fahrt nach Lüdenscheid an der Rahmedetalbrüche Frank Theis vom ADFC. Die gesperrte Altenaer Straße wurde extra für die zahlreichen Radfahrerinnen und Radfahrer vorübergehend zur Durchfahrt freigegeben.
Hier geht es zum ausführlichen Pressebericht und zur Fotostrecke:
https://www.come-on.de/luedenscheid/natur-fahrrad-verkehr-deutschland-nrw-demo-talbruecke-rahmede-a45-luedenscheid-baustelle-tour-de-93858441.html
https://www.come-on.de/luedenscheid/tour-de-natur-fahrraddemo-macht-halt-in-luedenscheid-93858353.html

Anschließend ging es zum Übernachtungsquartier in die Turnhalle des Bergstadtgymnasiums in Lüdenscheid.

Ankunft Tour de Natur vor dem BGL

Dort wurde die Gruppe von den fröhlichen Gemüseschnibbler*innen vom ADFC, dem Weltladentreff, dem Verein Nachhaltig leben in Lüdenscheid e.V. und der Bürgerenergie Lüdenscheid empfangen. Sie hatten den Koch der Gruppe unterstützt, der alle mit Leckereien aus der eigens mitgereisten Küche verwöhnte.

Am nächsten Morgen ging es zum Naturschutzzentrum des Märkischen Kreises. Dort gab es für jedes Tour-Mitglied drei spannende Führungen zu den Themen „Haus und Hof“, „Streuobst und Quappe“ und „Garten für Alle“. Die Gäste wurden mit leckerem Apfelsaft von den Streuobstwiesen und vielen Leckereien aus dem Weltladentreff verwöhnt. Der barrierefreie Kicker war besonders bei den jüngeren Radfahrern sehr beliebt.

Die Radlerinnen und Radler wären gerne noch geblieben, aber mittags ging es erstmal wieder ins Quartier zum Essen um später gut gestärkt zur Kundgebung auf dem Sternplatz zu fahren.

Schon am Montag hatten wir die Dreiecksständer mit den großen Plakaten aus dem Gestaltungswettbewerb im Rathausfoyer aufgebaut um sie gemeinsam mit den Leuten der Tour de Natur kunterbunt auf dem Sternplatz zu verteilen:

Bilder 17 Ziele im Rathausfoyer

Es war schon ein ganz besonderes Erlebnis so viele Radfahrerinnen und Radfahrer auf dem Sternplatz zu sehen, die ordnungsgemäß die Räder die Wilhelmstraße herunter geschoben haben. Welch ein fröhlicher, friedliches und buntes Bild!

Auf der Kundgebung gab es interessante Wortbeiträge, Gesang und Tanz. Klare Botschaften lassen sich auch freundlich und voller positiver Signale vermitteln.

Hier geht es zum ausführlichen Pressebericht und zur Fotostrecke:


https://www.come-on.de/luedenscheid/potenzial-fahrrad-stadt-luedenscheid-experte-sieht-durchaus-93860309.html


https://www.come-on.de/luedenscheid/tour-de-natur-kundgebung-auf-dem-sternplatz-93859920.html

Am Ende der Veranstaltung gab es mit 160 Teilnehmern die bisher größte Critical Mass in der Stadt. Damit alle aufs Rad kamen, musste eine Ehrenrunde auf dem Rathausplatz gedreht werden. Dabei konnte man deutlich hören, dass sogar Hunde und ein Papagei mit auf Tour waren.


Ein herzliches Dankeschön an die Tour de Natur und an alle Helferinnen und Helfer vor Ort, es war ein wunderschönes Gemeinschaftserlebnis und mutmachend für die nachhaltige Mobilität in Lüdenscheid.
Herzlichen Dank an Bernd Henrichs, Anke Günther und Ulrike Rohlmann für die bunten und fröhlichen Bilder.