Aktuelles aus dem Garten für Alle
Hoffest Kunterbunt
Kunterbuntes Hoffest am Naturschutzzentrum MK – ein Tag voller Natur, Kultur, Begegnung und kreativer Ideen.
Bei herrlichem spätsommerlichem Wetter wurde das Gelände des Naturschutzzentrums MK am Sonntag, 7. September 2025, zur bunten Bühne für Groß und Klein. Unter dem Motto „Kunterbuntes Hoffest“ standen Natur erleben, Mitmachen und gemeinsames Feiern im Mittelpunkt. Eingeladen hatten das Naturschutzzentrum MK und unser Verein Nachhaltig leben in Lüdenscheid e.V..
Einer der Höhepunkte des Tages war die feierliche Eröffnung des „Garten für Alle“:


Hans-Jürgen Badziura, Vorsitzender des Naturschutzzentrums MK, dankte in seiner humorvollen Rede allen für das kunterbunte Hoffest Verantwort-lichen und dem Planungsteam des „Garten für Alle“ – Projektleiter Bernd Frommann, Hans Obergruber, Volker Knipp sowie Gregor und Ulrike Rohlmann – für ihr großes Engagement bei der Konzeption und Umsetzung des besonderen Projekts.
Realisiert werden konnte der Garten mithilfe von Fördermitteln des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Deshalb waren am Sonntag auch LWL-Vertreter:innen dabei.
Dem LWL liegt Inklusion sehr am Herzen, daher freuen wir uns über die Eröffnung“, sagte Birgit Neyer, Erste Landesrätin und Kämmerin des Landschaftsverbandes LWL. Natur erleben im Kontext von Inklusion bedeutet hier, dass die Natur für möglichst viele Menschen zugänglich und erlebbar gemacht wird, wobei Barrieren abgebaut und attraktive Angebote für alle geschaffen werden.
Bürgermeister Sebastian Wagemeyer schloss sich den Dankesworten an und betonte, der „Garten für Alle“ solle künftig ein Ort für Begegnung, Bildung und nachhaltiges Gärtnern sein – offen für alle Generationen und Kulturen, für Menschen mit und ohne Einschränkungen. Er würdigte die Bedeutung solcher Orte für Artenschutz, Nachhaltigkeit, Zusammenhalt und Lebensqualität in der Region.
Das Projekt wird nicht nur ideell, sondern auch ganz praktisch getragen: Unser Verein Nachhaltig leben in Lüdenscheid e.V. und das engagierte Zusammenwachsen-Team unterstützen den „Garten für Alle“ fortlaufend mit ehrenamtlichem Einsatz und umfangreichen finanziellen Mitteln. Als sichtbares Zeichen des Dankes für diese und viele weitere Förderer wurde im Garten eine große Sponsorenwand errichtet.

Fleißige Hände befestigen viele Sponsorenschilder
Auch beim kunterbunten Hoffest zeigte sich die Tatkraft des Vereins: Er finanzierte den kreativen LandArt-Workshop, sorgte mit der inklusiven Band Lampenfieber für schwungvolle Musik und stellte sogar einen Shuttle-Service für Menschen mit Einschränkungen bereit – damit wirklich alle Gäste am bunten Treiben teilhaben konnten.

Bild 4 Vera Lauber LandArt
Ein wahres Erlebnis für alle Sinne bot das Hoffest dank seiner zahlreichen Partner:innen:
Der Naturpark Sauerland Rothaargebirge lud die Gäste auf einen abwechslungsreichen „Parcours der Sinne“ über den Barfußpfad ein. Bei der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) galt es, mit geschlossenen Augen knackige Gemüsevielfalt zu erschmecken – ein kulinarisches Blind Date mit der Natur. Die Stadtbücherei Lüdenscheid war ebenfalls präsent und machte neugierig auf ihre besonderen Angebote wie die Sämereienausleihe und die Objektothek.
Darüber hinaus stellten sich Pfadfinder, Rinderhirten, die Sauerländer Jungs, der Landesfischereiverband, das Edelkrebsprojekt sowie der Stiftungshof Lindenhaus mit spannenden Einblicken vor. Auch NRW-Stiftung, VHS Lüdenscheid, Fledermaus AG NABU, Städtische Wald-Kita, Verbraucherzentrale NRW, Weltladentreff, Schulwald-AG Zeppelin-Gymnasium und Johannes-Busch-Haus waren dabei.
Viel Aufmerksamkeit gab es für einen Premierenauftritt: Der frisch gegründete Förderverein des Schmiedemuseums Bremecke e.V. präsentierte sich erstmals der Öffentlichkeit und begeisterte mit dem Schmieden an der mobilen Esse.
Für Gänsehautmomente sorgte die inklusive Band Lampenfieber, die mit viel Spielfreude und toller Musik das Publikum begeisterte und das Hoffest in eine stimmungsvolle Feier verwandelte.


Bilder 5 und 6 Band Lampenfieber
Das Naturschutzzentrum, der Förderverein Naturschutz sowie die Natur-wissenschaftliche Vereinigung sorgten dafür, dass bei der Spurensuche auf der Wiese oder am Teich geforscht, gelacht und gestaunt wurde. Die ge-führten Rundgänge zu Streuobst, Teichen, Ludwig Langohrs Heimat und Artenvielfalt gaben praxisnahe Einblicke, wie Biodiversität vor der eigenen Haustür gefördert werden kann. Von früh bis spät herrschte fröhliches Treiben, die Gäste konnten sich mit leckerer regionaler Verpflegung stärken.
Großen Anklang fanden auch die Aktionen der Aktiven unseres Vereins:
Die Projektgruppe Nachhaltige Mobilität lockte mit einer Tombola voller toller Preise und einem Glücksrad, das sich ununterbrochen drehte – Spaß für alle garantiert.

Die Projektgruppe Saubere Landschaft faszinierte vor allem Kinder mit einem Waldbingo und gab spannende Impulse zum Thema Müllvermeidung.


Für strahlende Gesichter sorgte das Zusammenwachsen-Team, das Kinder wie Erwachsene mit fantasievollem Blütenschminken verzauberte. Süß und naturverbunden wurde es daneben bei der Bienen-AG „Bees for Nature“, die ihren eigenen Honig präsentierte.

Großes Interesse fanden auch die fachkundigen Führungen durch den „Garten für Alle“, die von Ludwig Langohr begleitet wurden. Mit viel Wissen und Begeisterung führte er die Gäste entlang der elf Stationen, die den Garten und seine Umgebung auf kreative Weise erlebbar machen. Auch in Zukunft lädt er regelmäßig dazu ein, Natur mit allen Sinnen zu entdecken. Besonderes Highlight: ertastbare QR-Codes an den Stationstafeln, die zu Texten in leichter Sprache führen – barrierefrei und inklusiv.


Die Vereinsmitglieder Christian und Noah Monier informierten nicht nur spannend über Wildbienen, sondern ließen die Besucher:innen in ihrer Wildbienen-Werkstatt selbst kreativ werden – beim Bohren von Nisthilfen „bis die Bohrer glühten“.


Ein echter Hingucker am Vereinsstand war das kreative „Parklet“, das Bernd Lilienthal kostenlos zur Verfügung stellte. Mit seinem auffälligen Solardach und dem passenden Speicher demonstrierte es eindrucksvoll, wie alltagstauglich erneuerbare Energien sind: Die Gäste konnten hier nicht nur ihre Handys laden – auch Laptop und Fernseher liefen den ganzen Tag zuverlässig mit Sonnenstrom.


Dank vieler helfender Hände – von der Organisation, dem Auf- und Abbau über Kuchenspenden, Parkplatz- und Standbetreuung bis hin zu spannenden Führungen – lief alles reibungslos. Ein herzliches Dankeschön gilt unseren ehrenamtlichen Unterstützer:innen, Aussteller:innen und Sponsor:innen sowie den Besucher:innen, die das Fest zu einem farbenfrohen, harmonischen und friedlichen Gemeinschaftserlebnis gemacht haben.



Unser kunterbuntes Hoffest mit dem Naturschutzzentrum MK zeigt, wie lebendig Naturschutz sein kann – wenn Menschen sich begegnen, ausprobieren und Ideen mit nach Hause nehmen. Mit dem neuen Garten für Alle setzen wir gemeinsam ein starkes Zeichen für sozialen Zusammenhalt und Nachhaltigkeit.

Kunterbunte Berichte beim Naturschutzzentrum: und auf Instagram
Links zu Presseartikeln 1:
Links zu Presseartikeln 2:

Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Ludwig Langohr.
Ich bin das neue Maskottchen des Naturschutzzentrums Märkischer Kreis e.V.. Meine lebenden Verwandten, die “Braunes Langohr” heißen, hängen tatsächlich im Artenschutzhaus ab und werden nachts aktiv. Ich nehme euch mit auf Entdeckertour zu den Mitmachständen und in den Garten für Alle.
Mit Ludwig Langohr die Natur entdecken

Die Route führt durch den Garten für Alle, entlang des Wildbienen-Lehrpfads und vorbei an der artenreichen Wildrosenhecke. Jede Station vermittelt anschaulich Wissenswertes über Artenvielfalt, das Zusammen-spiel von Pflanzen und Tieren und die Bedeutung naturnaher Lebens-räume.
Einmal eröffnet, bleiben die Stationen dauerhaft bestehen. So können Besucherinnen und Besucher auch nach dem Fest jederzeit mit Ludwig Langohr zu einer spannenden Reise durch die Welt der Biodiversität aufbrechen – anschaulich, lehrreich und inspirierend für alle Natur-interessierten.
Am Eingang vom Garten für Alle liegen kostenlos Flyer mit ersten Informationen bereit:


Ausführliche Texte und Texte in leichter Sprache gibt es unter:
Mehr entdecken mit einem Blick: Pflanzenschilder im Garten
Wer durch den Garten schlendert, wird sie an vielen Stellen entdecken: informative Pflanzenschilder, die spannende Einblicke geben. Sie verraten, welche insekten-freundlichen Stauden hier blühen, warum die Wildrosen-hecke so wertvoll für Tiere ist – und welche Leckereien es im Naschgarten zu entdecken gibt.
So wird der Spaziergang nicht nur zu einem Genuss fürs Auge, sondern auch zu einer kleine Wissensreise: Welche Pflanzen sind besonders beliebt bei Wildbienen? Welche Früchte dürfen geerntet und probiert werden? Und warum sind heimische Rosen wahre Schatzkammern der Biodiversität?
Ein kurzer Blick genügt – und schon steckt man mitten in faszinierenden Geschichten rund um Pflanzen, Tiere und ihre besonderen Beziehungen.
Pflanzenschilder






Über unser Projekt

Am 29. Februar 2024 startet eine besondere Kooperation unseres Vereins mit dem Naturschutzzentrum des Märkischen Kreises. Gemeinsam mit den Fachleuten des Naturschutzzentrums MK und der Behindertenbeauf-tragten der Stadt entwickeln wir am Oelken einen blütenreichen Garten mit barrierefreiem Zugang zu Teich, Outdoor-Kicker, rollstuhlgerechten Hochbeeten, Naschgarten und spannenden Naturaktivitäten für alle.
Das Planungsteam unter der Leitung von Bernd Frommann besteht aus Volker Knipp, Hans Obergruber, Gregor Rohlmann, Monika Schwanz und Ulrike Rohlmann.
Das Projekt wird unter anderem durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gefördert. Mit viel ehrenamtlichem Engagement und Spenden wurde ein Garten für alle Sinne geschaffen.
Der Garten für Alle ermöglicht Menschen mit Behinderungen den Zugang zu Naturerlebnissen, was zuvor in der Region fehlte. Dies fördert die Chancengleichheit und soziale Teilhabe. Es bietet die Möglichkeit, Menschen aller Generationen mit und ohne Behinderung gemeinsam Natur- und Umweltbewusstsein zu vermitteln. Durch gemeinsame Aktivitäten in der Natur werden soziale Bindungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung gestärkt.
Naturerfahrungen haben nachweislich therapeutischen Nutzen und können positive Auswirkungen auf das physische und psychische Wohlbefinden haben, besonders für Menschen mit Behinderungen. Das Projekt fördert das Verständnis für Natur und Umwelt, was langfristig zu einem verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen führen kann.
Presseberichte:
https://www.come-on.de/luedenscheid/naturerlebnis-fuer-jedermann-inklusiver-garten-im-oelken-93350769.html
Seit 2025 unterstützt das neue Maskottchen Ludwig Langohr die Aktivtäten im Garten für Alle und nimmt interessierte Gäste mit auf spannende Entdeckertouren.

Projektfortschritt
Was gibt es Neues?
Oelken
An dieser Stelle informieren wir in regelmäßigen Abständen über die Fortschritte des barrierefreien Naturerlebnisraums am Naturschutzzentrum im Oelken. Wir erzählen die Entstehungsgeschichte in chronologischer Reihenfolge.
2024






















2025
Frühlingserwachen
Während das Planungsteam im Winter weitere kreative Ideen ausgebrütet und sich Gedanken um Anträge für zusätzliche Fördergelder gemacht hat, haben die fertigen Hochbeete den Winter im Artenschutzhaus verbracht, und die Natur im Garten für Alle hat sich in die Winterruhe begeben. Im Februar zeigen sich die ersten Blüten und Besucher.



Bei strahlendem Sonnenschein machen die weiteren Planungen im März besonders viel Spaß. Die inklusive Bank-Tisch-Kombi und die barrierefreien Hochbeete hat der Projektleiter Bernd Frommann vom Naturschutzzentrum komplett selbst gebaut, Respekt!


Bei der zunächst an dieser Stelle geplanten Feuerstelle beweist das Team seine große Flexibilität. Im Nachhinein erweist sich der Platz doch als besser für ein Kräuterbeet geeignet. Feuer und z.B. Stockbrot machen können die Gäste demnächst aber trotzdem in der tragbaren Feuerschale, die im geplanten Schäferwagen untergebracht werden soll.

Volker Knipp und Gregor Rohlmann sind für die Bepflanzung zuständig und freuen sich über erstes Grün im Naschgarten und an der Wildrosenhecke.



Der Garten für Alle ist mit seiner großen Artenvielfalt ein Paradies für Insekten, Vögel und viele weitere tierische Gartenbesucher. Auch für menschliche Besucher bietet er ein vielfältiges Angebot zum Auftanken, wie eine Gruppe von Menschen mit und ohne Rollstuhl am 11. April 2025 beim Kickern und Bepflanzen der dortigen barrierefreien Hochbeete erleben durfte.
An diesem Tag hat sich der Traum vom lebendigen Garten für Alle für das Planungsteam zum ersten Mal in der Realität erfüllt. Die gelebte Inklusion der Kinder der Waldkita Lüdenscheid und der Gäste des Johannes-Busch-Hauses hat alle Beteiligten sehr berührt und sehr dankbar gemacht.
Es macht dem Planungsteam besonders viel Freude, wenn die Besucherinnen und Besucher alle Angebote ausprobieren und dabei gleich eigene Ideen und Wünsche einbringen. Wir lernen alle täglich dazu und machen uns auf jeden Fall Gedanken zu einem wetterfesten Schrank mit kleinen und großen Spielen, den man mit Hilfe einer App öffnen kann.








Fast täglich ändert sich jetzt das Bild im Garten für Alle. Einige Hochbeete sind bepflanzt, Sumpfdotter- und Schachbrettblumen blühen und erfreuen das Auge der Betrachter ebenso wie die ersten Obstblüten, teils sogar schon an den neu gepflanzten kleinen Exemplaren mit ihren seltenen, alten Obstsorten. Es summt und brummt, das Leben in der Natur erwacht von Tag zu Tag mehr! Es ist früh im Jahr schon extrem trocken, deshalb können alle fleißigen Gärtner, vor allem die Kita-Kinder aus der Waldkita, schon bald ihre Gießkannen am neuen Wasserbehälter füllen.








Im Sommer fühlt man sich in unserem Naturjuwel besonders wohl. Überall blühen die Wildrosen, die Ramblerrosen ranken sogar schon in die Bäume und Sträucher hinein. Der Blick fällt auf den Berg oberhalb des Schulwaldes des Zeppelin-Gymnasiums, auf dem der Projektleiter Bernd Frommann inzwischen eine 9 m lange Trekkingplattform gebaut hat. Daneben steht eine große, um 360° drehbare Waldliege, der Blick über den Bierbaum und Brenscheid bis hinunter zum Naturschutzzentrum mit dem Garten für Alle und der großen Streuobstwiese ist unglaublich beeindruckend. Demnächst wird unser Projektleiter eine Kugelbahn den Hang hinunter bauen. In den Hochbeeten und im Naschgarten beginnt die Zeit der Ernte.
Wir freuen uns sehr über die großen Fortschritte!
Hier entsteht die Trekkingplattform









Ende Juli verbringen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tour de Natur einen wunderschönen und interessanten Vormittag am Naturschutzzentrum und sind restlos begeistert von den Angeboten dort.

